Hund hund
von Sabine Wen-Ching Wang, Uraufführung

Eine junge Frau mit zugelaufenem Koffer – Micheline. Ein Hundesitter, temporär und wer weiß wie lange noch – Tom. Eine Geschäftsfrau in der Teppichbranche, lebt zwischen hier und dem Orient – Ingrid. Eine Stadt, in der man sich aus dem Weg gehen oder über den Weg laufen kann – Zufall oder Bestimmung. Ein Hund, der nicht anders heißt als was er ist – Hund Hund. Tom ist sicher, dass Micheline Micheline ist. Ingrid nimmt die Fremde mit Koffer auf, vorübergehend und vielleicht auch länger. Ein Foto fällt aus dem Koffer, ein Hundefoto, und wird Auslöser einer möglichen Biografie, die dem Leben Bedeutung verleiht, von gegenseitigen Projektionen zwischen Sehnsucht und Misstrauen, Nähe und Distanz, Zwei- und Einsamkeit.
   
         
 

Absolute Anfänger
Ein Spektakel für 2 Eintagsfliegen und eine Spinne
von Bettina Wegenast


Wenn man als Eintagsfliege auf die Welt kommt, was macht man dann aus seinem Leben? Wie viele Runden kann man drehen? Was macht glücklich, was ist gefährlich? Und was ist Zeit? Ein Moment der Angst kann eine Ewigkeit dauern, ein Moment des Glücks geht manchmal wie im Flug vorbei. Karo fliegt gleich los ins Blaue. Sie will Spass haben an ihrem Geburtstag, Warum nicht zusammen mit Knud? Weil Knud für sein Eintagsleben erst mal einen Plan austüftelt, er will keine Zeit verplempern. Pech nur, dass er gleich der Jungspinne Ariadne ins Netz geht. Und bei Ariadne geht die Liebe vorzugsweise durch den Magen .....

   
                         
 

Der feingeschmeckte Suppenkochund die liebende Bratwurst
Eine Fressoper von Paula Fünfeck

Eine Fressoper mit allen Ingredienzen, Liebe und Eifersucht, Tod und Verweiflung, Orgien und Kochschlachten, Fressen und Gefressenwerden, in feingeschmeckten Reimen nach Paula Fünfeck.

"Max und Moritz" tauchen wieder auf in Paula Fünfecks Roadmovie und sind die bösen Buben von heute. Ganz auf der Höhe einer perspektivlosen Zeit operieren die beiden voll aus dem gesellschaftlichen Murx heraus, unkorrekt und ohne Rücksicht auf Verluste, lebenshungrig, auf der Suche nach der ganz grossen Freiheit.

 

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MaxundMurx
von Paula Fünfeck

Realgrotesker Murxismus in der Inszenierung von Trix Bühler.
150 Jahre nach Wilhelm Buschs legendärem Verse-Comix "Max und Moritz" tauchen sie wieder auf in Paula Fünfecks Roadmovie und sind die bösen Buben von heute. Ganz auf der Höhe einer perspektivlosen Zeit operieren die beiden voll aus dem gesellschaftlichen Murx heraus, unkorrekt und ohne Rücksicht auf Verluste, lebenshungrig, auf der Suche nach der ganz grossen Freiheit.
2 Schauspielerinnen mit Punkrock-Verstärkung (The Mad Cowgirl Disease) legen los und machen uns gegen allen Widerstand zu konspirativen Sympathisanten mit MaxundMurx.  

 
                         
 

spinnen
von Sabine Wang

„Spinnen“, das erste Theaterstück von Sabine Wang, entstanden 2002 im Rahmen der Schweizer Autorenwerkstatt „Dramenprozessor“ spielt in einer offenen Psychiatrieabteilung. Das kluge, vielversprechende Début ist ein poetisch-subtiles Kammerspiel über Kippfiguren, Vereinzelung, Identitätsbrüche und Kommunikationsnotstände.
Die fein-sinnige Regisseurin (Beatrix Bühler) evoziert in kurzen Bildern die Atmosphäre eines Fiebertraums, in dem die manische Ruth (widerborstig-wund: Appöaus Cathrin Störmer), der schizoide Robbi (ein sprachlies Kabinettstück: Anerkennung für Matthias Flückiger), die june Anna (Vivianne Mösli) und der stumme Gwerder (Jürgen Stössinger) in der Einzelhaft ihres wirren, irren, suchenden Geist leben. ( NZZ, 11.03.2003)